Walt Disney Company

Inhaltsverzeichnis Aktien

Entertainment-Riese steigt ins Wettgeschäft ein

Value Aktien Analyse der Walt Disney Company

Grundinformationen Walt Disney Company

IR-Seite: https://thewaltdisneycompany.com/investor-relations/

WKN855686
ISINUS2546871060
BörsenplatzNYSE
Marktkapitalisierunggroß
BrancheMedien/Unterhaltung
Eigenkapitalquote In %47,6
Umsatz in Mio. USD84.415
Operativer Gewinn6.222
Nettoerlöse in Mio USD3.320
op. Cashflow in Mio. USD5.249
Logo Disney

Investitionsidee – The Walt Disney Company

Das traditionsreiche Mäuse-Medienunternehmen ist fast allen bekannt. Generationen sind mit Micky Maus und
Donald Duck aufgewachsen. International bekannt wurde Disney durch die Produktion von Zeichentrick- und Unterhaltungsfilmen für Kinder und Jugendliche. Das Unternehmen wurde 1923 von den Brüdern Walt und Roy Disney als Disney Brothers Cartoon Studio gegründet und hat seinen Hauptsitz in Burbank, Kalifornien.

Generationen sind mit Micky Maus und
Donald Duck aufgewachsen. Die Disney-Parks existieren seit Jahrzehnten und sind nach wie vor sehr beliebt. Nach der coronabedingten Flaute steigen die Besucherzahlen mit Vergnügungsparks, Kreuzfahrten und anderen touristischen
Attraktionen deutlich an.

Waltdisney IR
Ohren Walt Disney

Quelle: Investor-Relation Disney

Walt Disney möchte viel verändern

Der Konzern nimmt sich gerade viel vor. Insbesondere vier Herausforderungen will und muss sich Disney stellen: Das Streaming-Geschäft muss profitabel werden, der
Schuldenberg abgetragen und die Nachfolge-Frage geklärt werden und nun steigt man noch ins Wettgeschäft ein, welches von Draftkings und … dominiert wird.

Disney Streaming

Quelle: Investor-Relation Disney

Streaming-Geschäft


Das Streaming-Geschäft lief zuletzt nicht so gut wie erhofft. Per Ende September 2022 herrschte diesbezüglich noch Euphorie. Die Streaming-Dienste Disney +, Hulu und ESPN+ kamen auf mehr als 235 Millionen Abonnenten. Der Wettbewerber Netflix (223 Millionen Abonnenten) war damit endlich überholt.


Doch dann kam der Dämpfer: Im Berichtszeitraum Oktober bis Dezember 2022 und damit erstmals in
einem Quartal sank die Abonnentenzahl bei Disney+. Statt den Verlust zu reduzieren, rutschte der Bereich noch tiefer in die roten Zahlen. Der Verlust der gesamten Streaming-Sparte weitete sich von –593 Mio. USD auf jetzt über 1 Mrd. USD aus.


Obwohl Disney mit seinen Inhalten, die sich aus Marken wie Micky Maus, Avengers, Star Wars speisen,
einen klaren Vorteil hat, bleibt der Wettbewerbsdruck im Streaming hoch.


Für die mittelfristigen Perspektiven von Disney bleibe ich optimistisch, zumal Disneys Einkommensquelle nicht allein auf dem Streaming-Segment beruht. Dies ist eine interessante Option für den Konzern, aber eben nicht alles.

Anders als bei Netflix steht und fällt nicht das gesamte Geschäft damit. Für uns ist es das starke Markenportfolio und die dominante Marktposition im gesamten Entertainment-Geschäft, die Disney zu einem attraktiven Investitionsobjekt macht.

Bilanz

Die Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Berichtsjahres 2022/23 (Okt.-Dez. 2022) zeigen, dass es
operativ insgesamt wieder runder läuft. So stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 8 %
auf 23,5 Mrd. USD. Das war mehr als Analysten erwartet hatten.

Der Nettogewinn nahm um 11 % auf fast 1,3 Mrd. USD zu. Auch wenn Disney hier die Analystenerwartungen nicht ganz erfüllen konnte (die Konsenserwartung lag bei 1,4 Mrd. USD), wir finden dieses Ergebnis sehr ordentlich.
Vor allem die Einnahmen durch die Freizeitparks legten kräftig zu. Das Segment Experience & Products,
dem dieses Geschäft zugeordnet ist, weist ein Umsatzplus von 21 % auf. Der operative Gewinn stieg in
diesem Bereich sogar um 25 %.


Auch an der Geschäftsentwicklung im Jahr 2021/22, das am 30. September 2022 zu Ende ging, habe ich
wenig zu meckern. Disney erwirtschaftete einen Umsatz in Höhe von 82,7 Mrd. USD. Gegenüber dem
Vorjahr war dies ein Zuwachs von 22,7 %. Für uns aber noch viel wichtiger: Das jetzige Umsatzniveau
liegt auch deutlich über den Erlösen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019.

Die liquiden Mittel lagen Ende 2022 bei 8,5 Mrd. USD. Sie sind damit deutlich niedriger als im Vorjahr
(14,5 Mrd. USD). Nach wie vor sind die langfristigen Finanzschulden in Höhe von gut 45 Mrd. USD problematisch hoch. Der Goodwill macht mit 78 Mrd. USD fast 40 % der Bilanzsumme aus. Allein das zeigt:
Disney muss dringend sparen!


Allerdings nimmt sich der Konzern dies ganz offensichtlich auch vor. Die angekündigten strategischen Veränderungen verdeutlichen: Disney will keine halben Sachen, sondern einen radikalen Umbruch. Konkret heißt dies: Eine schlankere Konzernstruktur, ein radikaler Wechsel im Management und harte Maßnahmen zur Kostenreduzierung.

Goofy- IR
Waltdisney

Quelle: Investor-Relation Disney

Geschäftsfelder Walt Disney


Disney betreibt künftig je vier Geschäftsfelder :
Entertainment, Sport, Experience & Products, Wettanbieter:

Entertainment

Damit repräsentiert Entertainment das klassische Brot- und Buttergeschäft des Konzerns: Film- und
Fernsehen. Das bisher separat ausgewiesene Streaming-Geschäft wird hier integriert. Bis auf
Sportinhalte sind künftig also sämtliche Film- und TV-Aktivitäten zu einem Bereich zusammengefasst.

Sport

Sport umfasst die Fernsehsender ESPNNetworks (Entertainment and Sports Programming Network),
sowie den zugehörigen Sport-Streamingdienst ESPN+.

Experience & Products

Zu Experience & Products gehören neben den Freizeitparks auch das Kreuzfahrtgeschäft, das gesamte Merchandising und Videospiele.
Die schlankere Struktur bedeutet natürlich auch Stellenabbau. Allerdings sollen In den nächsten Jahren rund 4 %
der bestehenden Arbeitsplätze wegfallen. Zusammen mit diversen Kürzungen bei Nicht-Sport-Inhalten
will Disney jährlich je 3 Mrd. USD einsparen. Bei Vertriebs-, Betriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten
strebt Disney Einsparungen in Höhe von je 2,5 Mrd. USD an.

Sportwetten – Neu

Wettanbieter: Disney arbeitet mit dem Sportwettenunternehmen Pen Entertainment zusammen, um nächsten Monat eine neue App namens ESN BET auf den Markt zu bringen. Es handelt sich um eine 10-jährige Partnerschaft, die die Dominanz von ESPN im Sport mit dem wachsenden Markt für Online-Glücksspiele verbinden wird, und Pinn geht dazu über die App zu betreiben, während Disney sie vermarkten wird.

Indessen sind Sportspiele in 38 Bundesstaaten und im District of Columbia legal. Laut einem Branchenberatungsunternehmen, das sich mit dem Deal befassen wird, wächst der Umsatz jährlich um 55 % von 7,6 Milliarden US-Dollar auf je 11,8 Milliarden US-Dollar im nächsten Jahr Disney erhält je 1,5 Milliarden US-Dollar und ESPN erhält Optionsscheine im Wert von 500 Millionen US-Dollar für den Kauf von Pen-Entertainment-Aktien.

Deshalb besteht meiner Meinung nach eine sehr gute Chance, dass Disney Pen am Ende einfach vollständig kauft. Hier geht es also nicht nur um die neue Einnahmequelle Disney, aber auch darüber, dass es in dieses Wachstum im Gaming-Bereich einsteigt und möglicherweise einen viel größeren Anteil an diesem Markt einnimmt.

Noch sind Draft Kings und Fan Duel hier die Platzhirsche mit einem Marktanteil von 72 %, aber das kann sich ja ändern.

Wer folgt auf Bob Chapek ?

CEO disney
Bob Chapek

Quelle: Investor-Relation Disney


Bob Chapek, CEO von Februar 2020 bis November 2022 schied nach Unstimmigkeiten wieder aus dem
Unternehmen aus. Sein Vorgänger, Robert Allen „Bob“ Iger, hat als Interims-CEO vorübergehend wieder
übernommen. Iger, der in seiner ersten Amtszeit von 2005 bis 2020 einen ambitionierten Akquisitionskurs fuhr (Pixar, Marvel, Lucasfilm und 20th Century Fox) muss jetzt konsolidieren. Dies auch, weil aktivistische Investoren Druck machen.
Wir sind gespannt, wer Disney künftig anführen wird. Um Iger, der mittlerweile 72 Jahre alt ist, baldmöglich abzulösen und das Amt des CEOs mit einem würdigen Nachfolger zu besetzen, wurde ein Team gebildet, das Aufsichtsratschef Mark Parker leitet.

Bewertung Walt Disney Company

Der Innere Wert von Disney mittels DCF-Methode bei sehr konservative Annahmen liegt bei 100 USD.(maximales Umsatzwachstum bei 3 %).
Zum aktuellen Kurs von fast 74,40 USD ist die Aktie somit aus meiner Sicht unterbewertet.

Sollte es Disney gelingen, eines Tages wieder zu seinem früheren Ertragslevel zurückzukehren (Umsatzrendite von über 20 %), würde dies den Inneren Wert wieder auf ein ganz anderes Niveau heben.

Risiken

Aus meiner Sicht wären hier die Schulden zu nennen in Verbindung mit steigenden Zinsen weltweit.

Dividende

Dividendenstrategie

Die in der Vergangenheit stabile Dividendenausschüttung konnte in Folge von Corona nicht aufrechterhalten werden. Eine Ausschüttung bleibt jedoch vorerst ausgesetzt. Aber nach weiteren Erträgsanstiegen könnte sich dies ändern.

Fazit:

Walt Disney wird allerdings als Marke bleiben, jedoch bietet die Aktie ein interessantes Einstiegsniveau.

Haftungsausschluss

Die Value Investing Aktienanalyse ist natürlich keine Anlageberatung – ein Kauf einer Aktie ist folgerichtig Chefsache, nämlich ihre eigene Sache!

Auf  wundervolle Investments

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Marc Hehemann

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