Vodafone

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Inhaltsverzeichnis Aktien

Monopol im deutschen Kabelnetz

Value Aktien Analyse der Vodafone Aktie

Grundinformationen Vodafone Aktie

IR-Seite: www.investors.vodafone.com

WKNA1XA83
ISIN
GB00BH4HKS39
BörsenplatzLondon
Marktkapitalisierunggroß
BrancheTelekommunikation
Eigenkapitalquote37,0 Prozent (2022 )
Umsatz in Mio. Euro45.580,0 (2022)
Gewinn in Mio. Euro5.664,0 (2022)
Nettoerlöse in Mio.Euro2.088,0 (2022)
Operativer Cashflow in Mio. Euro17.587,0 (2022)

Investitionsidee: Vodafone

Vodafone ist in Europa neben Deutschland auch in Großbritannien, Italien, Spanien, Tschechien, Rumänien und Ungarn direkt aktiv. In anderen Märkten wie Südafrika, Indien oder Australien ist der Konzern ebenfalls präsent.

Dazu kommen noch diverse Kooperationen mit anderen Ländern. Damit ist Vodafone der Telekomkonzern mit der größten Reichweite weltweit.

Das Zentrum liegt aber weiterhin klar in Europa. Vodafone generiert auch den Großteil seiner Einnahmen in Euro, sodass hier aus unserer Sicht als Euro-Anleger kein größeres Währungsrisiko besteht.


Dadurch, dass Vodafone nun alle Dienstleistungen aus einer Hand anbieten kann, ist die Ausgangslage stark, um auf die Deutsche Telekom Druck auszuüben.

Mithilfe von sogenannten Bündelangeboten („bundle“) versucht Vodafone zunehmend offensiver mehrere Dienste auf einmal, mit Rabatten oder unter Zugabe von Extras an die Kunden zu bringen.

Vodafone Statista
Vodafone Statista

Was ist aktuell passiert ? :

Wir sind in einem Bärenmarkt und Telekommunikationsunternehmen müssen in 5 G Netze viel Geld investieren und die Zinsen am Kapitalmarkt steigen.

Grund des aktuellen Kursverfalls :

Neben der Börsenlage und der Zinssituation, möchte Vodafone die 85 % Beteiligung von Vantage Towers mit zwei Headgefonds wieder von der Börse nehmen, um wahrscheinlich Schulden zu tilgen.

Die Aussichten des Unternehmens :

Die Aussichten bleiben allerdings aus meiner Sicht beim Konzern von der Insel solide, da das Unternehmen aus dem täglichen Leben sind mehr wegzudenken ist.

Historie über das Unternehmen Vodafone


Anfang der 90er Jahre wurde dieses Unternehmen vollständig privatisiert und an die Börse gebracht.
Aus „wettbewerbsrechtlichen Gründen“ musste die Deutsche Telekom ihr Kabelnetz in den 90ern
veräußern, um einem Monopol entgegenzuwirken.

Das Netz wurde in mehreren Teilen verkauft. Einige Zeit später fand es sich in den Firmen
Kabel Deutschland und Unitymedia wieder.


Die Mobilfunksparte entwickelte sich indessen für Mannesmann zur Goldgrube. Mit D2-Mannesmann
hatte die Industrieikone ein Segment in ihren Reihen, welches zwar mit dem klassischen Geschäft
nichts zu tun hatte, mit dem sich aber gutes Geld verdienen ließ.

Daraufhin startete Mannesmann Expansionsversuche und kaufte auch kleinere Beteiligungen zu. Als Mannesmann sich auch in England einkaufen wollte, wurde Vodafone hellwach und beteiligte sich zunächst an Mannesmann.


Anschließend folgte eine bis heute sehr umstrittene Übernahme von Mannesmann durch Vodafone.
Diese bis heute teuerste Übernahme aller Zeiten mit 190 Mrd. EUR Volumen wurde noch Jahre
danach vor Gericht behandelt.


Nebenbei bemerkt kaufte sich Vodafone mit der Übernahme von Mannesmann auch noch den
Zugang für den italienischen Markt (über Omnitel, heute Vodafone Italia) sowie Spanien und Frankreich, wobei letzteres später wieder verkauft wurde. Das Industriesegment von Mannesmann wurde zerschlagen und verscherbelt. Einige Teile finden sich heute zum Beispiel bei Salzgitter wieder.

Bis hierhin hat sich der Konzern also den Marktzugang in das Fest- und Mobilfunknetz sowie das DSLInternet gesichert. Das Festnetz und das Internet liefen bis 2009 noch unter der Marke Arcor weiter,
heute tragen auch diese Bereiche Vodafone im Namen. Doch das war es noch nicht.


Der britische Konzern kaufte sich auch in das Kabelnetz ein. Jene Kabelnetze, welche die
Deutsche Telekom veräußern musste, um ein Monopol zu verhindern, verleibt sich Vodafone nun
ein.


2013 übernahm Vodafone den Anbieter Kabel Deutschland.59 Damit konnte Vodafone Kabelinternet
sowie -fernsehen in allen Bundesländern bis auf NRW, Hessen und Baden-Württemberg anbieten.


Im „Wettbewerb“ dazu stehen oftmals nur noch kleinere, regionale Anbieter. Das DSL-Netz der Deutschen Telekom erreicht die Haushalte zwar auch, aber es ist im Grunde genommen eine Technologie des letzten Jahrtausends.

Das Fernsehen der Deutschen Telekom läuft über Satelliten. Der Glasfaserausbau ist sehr teuer, aufwendig und zeitintensiv. Nun hat Vodafone auch Unitymedia übernommen , welches als letztes
Puzzlestück für eben jene fehlenden Bundesländer steht.


So entstand der mächtigste Anbieter Deutschlands und zudem auch der einzige voll integrierte, der
alle Telekommunikationsdienstleistungen aus einer Hand bieten kann: DSL-Festnetz und -Internet,
Mobilfunk sowie Kabeldienste (inkl. Fernsehen).

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Vodafone-Produktpalette

Vodafone ist eines der größten Telekommunikationsunternehmen Deutschlands.

Einnahmen generiert Vodafone mit ihren zahlreichen Mobilfunktarife, Kabelinternet und -fernsehen, Festnetzangeboten, DSL und IPTV Tarifen in verschiedensten Formen und Möglichkeiten.

Neben Telefon und Internet bietet Vodafone mit Giga TV auch Fernsehen über das Internet an. Für den Empfang von GigaTV ist wahlweise ein Receiver oder die Giga-TV-App notwendig.

Der Konzern ist ebenfalls an Vantage Towers ( Vermietung von Mobilfunkmasten) beteiligt.

(Siehe Einleitung)

Bilanz des Unternehmens – Stabile Cashflows dank Abo

Die Britische AG punktet beim Geschäftsmodell mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs.
Denn ohne Telekommunikation geht heutzutage nichts. Ob auf der Arbeit oder privat – wir alle können
uns ein Leben ohne Mobilfunknetz und Internetzugang nicht mehr vorstellen.


Das Unternehmen erzielt den Großteil seiner Einnahmen über wiederkehrende Aboeinnahmen.


Die meisten Regionen, in denen der Konzern aktiv ist, sind bezüglich Dienstleistungen schon relativ gesättigt. Es gibt aber auch Regionen die noch starken Nachholbedarf haben.

Zum Bespiel Afrika, wo Vodafone aktuell auch investiert. Zudem bieten neue Marktsegmente wie 5G noch interessantes Potenzial.


Die Umsatzrendite bewegt sich seit Jahren zwischen 12 und 13 % und läft daher seitwärts.

Risiken Schulden & Wettbewerb

Die Schulden sind bei Vodafone ein großes Manko. Daran gibt es nichts zu rütteln. Im Geschäftsjahr 2021 beliefen sich die Nettoschulden auf 54,6 Mrd. EUR. Sie lagen damit 20 % über dem Jahresumsatz. Auch das Verhältnis Nettoschulden zu operativem Cashflow von über 3 ist alles andere als gut.

Zur Reduzierung der Schulden möchte Vodafone sich von seine bisherigen Mehrheitsanteile am abgespaltenen Funkturmgeschäft Vantage Towers trennen.

Zweiter Punkt ist außerdem: Während Vodafone in Deutschland zwar das TV-Geschäft dominiert, herrscht im Mobilfunkgeschäft seit Jahren ein starker Wettbewerb, der zudem von einem heftigen Preiskampf geprägt ist mit den Mitbewerbern.

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Dividende des Unternehmens

Der britische Konzern ist ein bekennender Dividendenzahler. Seit 1999 schüttet der Konzern großzügig aus.

Zwar gab es in der Historie schon die eine oder andere Kürzung, aber ausgesetzt wurde die Dividende seit der ersten Auszahlung noch nie.

Zuletzt lag die Ausschüttungsquote gut 30 % über dem Gewinn. Damit zehrt der Konzern im Grund sogar an seiner Substanz. Dauerhaft sollte dies nicht der Fall sein.

Bei diesem Unternehmen ist es derzeit allerdings deshalb vertretbar, weil die Dividende gut über den hohen freien Cashflow gedeckt und finanziert ist. Bezogen auf den Free Cashflow lag die Ausschüttungsquote zuletzt bei überschaubaren 23,5 %.

Die aktuelle Dividendenrendite auf den jetzigen Kurs von 0,95 Euro beträgt 9,5 %. Da es sich bei der Aktiengesellschaft um ein britisches Unternehmen handelt, gibt es zudem eine Besonderheit: Bisher ist die Dividende quellensteuerfrei, da Großbritannien bisher auf eine solche Steuereinnahme verzichtet.

Dividendenstrategie

Fazit:

Die Aktie ist aus meiner Sicht eine reines Dividendenplay ohne großes Wachstum.

Haftungsausschluss

Die Value Investing Aktienanalyse ist natürlich keine Anlageberatung – ein Kauf einer Aktie ist folgerichtig Chefsache, nämlich ihre eigene Sache!

Auf  wundervolle Investments

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