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Inhaltsverzeichnis Aktien

Platzhirsch der Bezahlsysteme

Value Aktienanalyse der PayPal Holdings Aktie

Grundinformationen Pay Pal Holdings Aktie

IR-Seite : https://investor.pypl.com/news-and-events/events/default.aspx

WKNA14R7U
ISINUS70450Y1038
BörsenplatzNasdaq (USD)
Marktkapitalisierunggroß
BrancheBezahldienstleister
Eigenkapitalquote In %76 (2021)
Umsatz in Mio. USD25.371 (2021)
Ebit in Mio. USD4.324 (2021)
Ebit Marge in %17,0 (2021)
op. Cashflow in Mio. USD6.340 (2021)
op. Cashflowmarge in %25,0 (2021)

Investitionsidee: PayPal Holdings

Bei digitalen Zahlungsmitteln im Internet und auch außerhalb des Internets war PayPal Pionier. In der Corona Krise war das Unternehmen aus Kalifornien der inoffizielle „Champion“ des digitalen Zahlungsverkehrs. Kaum ein Online-Shop im Internet kann es sich leisten, seinen Kunden diese Bezahloption zu verweigern.

PayPal ist in dieser Branche ein sehr dominanter Spieler, der seine starke Marktposition ständig weiter ausbaut.

Ausgeschöpft ist bei dieser Aktie das Potenzial aber noch lange nicht. Nicht zuletzt aus demografischen Gründen bietet sich noch sehr interessantes Wachstumspotenzial.

Der Trend zum bargeldlosen Bezahlen für Online-Bestellungen wächst seit Jahren sehr stark. Jährlich zieht das Bestellvolumen an. Online-Bestellungen sind bequemer und schneller. Man kann sich die unterschiedlichsten Waren von überall auf der Welt nach Hause holen.

Auch Preisvergleiche sind viel leichter und besser möglich. Sehr beliebt ist mittlerweile auch das Konzept „Click and Collect“. Kunden bestellen online, holen die Ware aber in einer Filiale in ihrer Nähe ab.

Grund des aktuellen Kursverfalls:

Die Entwicklung, die PayPal in den letzten Jahren als Unternehmen selbst, aber auch am Aktienmarkt hinlegte war fulminant und getrieben von der Pandemie erreichte die Aktie neue Allzeithochs. Aufgrund der Normalisierung der Gewinne nach der Coronazeit und des momentanen Bärenmarktes aufgrund steigender Zinsen, hat die Aktie massiv korrigiert.

Die Aussichten des Unternehmens:

Auch wenn die Corona-Impulse verpufft sind, wird PayPal weiter wachsen. In fast jedem Online-Shop blinkt das PayPal-Logo auf und für die heranwachsenden Generationen ist das digitale Bezahlen von Anfang an Routine.

426 Millionen Account- Verbindungen
426 Millionen-Pay-Pal-Kunden

Informationen über das Unternehmen

Der Bezahlfreund aus Kalifornien in den USA geht auf den Zusammenschluss von den Firmen Confinity und X.com im März 2000 zurück. Confinity wurde im Dezember 1998 von Max Levchin, Luke Nosek und dem deutschen Pionier Peter Thiel in Palo Alto gegründet.

Ursprünglich war es eine Firma für Bezahlmethoden und Kryptografie für den Palm Pilot mit Bezahlung per E-Mail gedacht. X.com wurde von Elon Musk im März 1999 gegründet, ebenfalls als Internet-Finanzdienstleister mit Bezahlung per E-Mail.

Beide Firmen hatten ihre Büros in Palo Alto und starteten ihre Webseiten Ende 1999. Bei Confinity waren viele der ersten Angestellten ehemalige Mitarbeiter von Peter Thiel. Die meisten der ersten Entwickler konnten von Max Levchin angeworben werden. Für X.com rekrutierte Elon Musk ein breites Spektrum an technischem Geschäftspersonal.

Ebay beobachtete das Wachsen einer Reihe von Online-Bezahlfirmen und versprach sich durch den Kauf von Pay Pal im Jahre 2002 für 1,5 Milliarden USD einen Ersatz für Überweisungen und Checksysteme, die in den USA üblich waren.

Im September 2014 wurde bekannt gegeben, dass eBay und PayPal eine Trennung der Geschäftsbereiche in eigenständige und unabhängige börsennotierte Unternehmen planen. Die Trennung wurde am 17. Juli 2015 vollzogen.

Auch in der Kryptobranche spielt das Unternehmen mit. Seit Anfang 2021 ermöglicht Pay Pal Händlern via Kryptowährungen zu bezahlen und das Angebot soll ständig ausgebaut werden.


Riesenpotenzial Onlineabwicklung

Für junge Generationen ist das digitale Bezahlen von Anfang an Routine und erst 10 bis 15 Prozent aller Einkäufe weltweit werden online abgewickelt und nicht zu vergessen:

Zahlungsgeschäfte haben starke Netzwerkeffekte. Sie ahnen es schon: Je mehr Verbraucher einen digitalen Zahlungsdienst nutzen, desto mehr Händler bieten diese Option an.

Beides begünstigt sich gegenseitig und wird zu einer Spirale nach oben.

Auch wenn fast in jedem Online-Shop das PayPal-Logo aufblinkt, bevorzugen einige Konsumenten nach wie vor das Bezahlen per Rechnung oder Lastschrift. Dies ist auch eine Altersfrage.

PayPal ist als Zahlungslösung schon recht präsent, aber hat aus meiner Sicht sein Potenzial
noch lange nicht ausgeschöpft. Das Unternehmen schafft es immer noch von Jahr zu Jahr, gut und solide zu wachsen.

Übernahmen von Pay Pal

Start-up Braintree wurde 2014 inklusive Dienstleister Venmo für 800 Mio. USD übernommen, welches nur in den USA aktiv ist und zum 1. November zur Probe bei Amazon zu den Aktionswochen integriert wird.

Rund 60 Millionen Amerikaner nutzen die App bereits. Klassische Social-Media-Elemente machen Venmo gerade für junge Nutzergruppen attraktiv.

Venmo will mit seiner QR-Code-Zahlungsmethode auch den Einzelhandel erobern. Die Apothekenkette von CVS Health will den Dienst noch in diesem Jahr in seinen 8.200 Filialen einführen.

Am US-Markt rangiert die Venmo App im App Store von Apple schon an zweiter Stelle.

Auch in diesem Jahr tätigte PayPal einen vielversprechenden Zukauf. 4 Mrd. USD gab das Unternehmen für den Rabatt-Dienst Honey aus.

Rund 20 Millionen Menschen nutzen das „Schnäppchen“-Plugin für den Browser!

PayPal Credit und Kooperation mit Visa


Die Online-Zahlungsdienste entdecken mehr und mehr auch das Kreditgeschäft für sich. Einige Start-Ups sind vorangegangen. PayPal zog mit seiner neuen Ratenkauf-Option „Pay in 4“ nach.

„PayPal Credit“ wird mit Visas Kreditkartendienst verknüpft und es wird automatisch verrechnet und ausbezahlt.

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Bilanz

PayPal erzielte ein Umsatzplus von 9 % im zweiten Quartal. Der operative Cashflow stieg sogar um 12 %, von 1,3 auf knapp 1,5 Mrd. USD.

Der operative Gewinn ging allerdings von 1,1 Mrd. USD auf 764 Mio. USD und damit um fast ein Drittel zurück.

Als Nettoergebnis weist PayPal im Moment sogar einen Verlust in Höhe von 341 Mio. USD aus. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 1,2 Mrd. USD. Als Ursache gibt PayPal vor allem Sonderfaktoren wie höhere Steuern an.

Die Bilanz litt etwas unter den zahlreichen Akquisitionen der vergangenen Jahre. Zwischen 2013 und 2019 stieg der Goodwill um 186 Prozent auf 9,1 Mrd. USD.

Die Kapitalintensität ist bei Bezahldienstleistern generell niedrig.

Diese Woche kommen neue Zahlen.

Einstieg Hedgefond

Hedgefonds Elliott ist mit rund 2 Mrd. USD in den Konzern eingestiegen. Elliott hält jetzt etwas über 2 % an PayPal und ist damit einer der größten Anteilseigner.

Die größten Investoren in PayPal sind außerdem Vanguard Group (>7 %) und BlackRock (>4 %). Während diese beiden Investmentgesellschaften tendenziell langfristige Beteiligungen anstreben, verfolgt Elliott wahrscheinlich kurzfristige Ziele.

Außerdem kündigte PayPal umgehende Kosteneinsparungen und ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 15 Mrd. USD an.

Der gewählte Zeitpunkt für einen Aktienrückkauf ist gut, da die Aktie auf niedrigem Level rangiert.

CEO PayPal


Daniel Schulman, CEO seit 2014, ist es zu verdanken, dass wir als Investoren an dem spannenden Geschäftsmodell teilhaben können. Er führte das Unternehmen in die Unabhängigkeit von eBay und an die Börse. Uns gefällt, dass Schulman bis heute signifikant beteiligt ist.

Der monetäre Gegenwert seines Aktienpaketes beläuft sich auf rund 80 Mio. USD. Er will mittelfristig viele klassische Bankleistungen anbieten.

Die Kunden sind vorhanden, die Händler ebenso. In Zukunft kann PayPal mit relativ wenig Aufwand neue Features und Produkte anbieten. Die Profitabilität wird weiter gesteigert.

Fazit

PayPal ist zum gegenwärtigen Kurs ein profitabler, etablierter Tech-Wert mit einer großen und weiter wachsenden Kundenbasis nicht zuletzt aus demografischen Gründen.

Aus meiner Sicht bietet sich jetzt eine gute Gelegenheit eine erste Position zu eröffnen. Der Aktienkurs liegt heute bei 83,67 €.

Haftungsausschluss

Die Value Investing Aktienanalyse ist natürlich keine Anlageberatung – ein Kauf einer Aktie ist folgerichtig Chefsache, nämlich ihre eigene Sache!

Auf wundervolle Investments

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