Henkel Stammaktie

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Value Aktien Analyse der Henkel Stammaktie

Inhaltsverzeichnis Aktien

Kennzahlen Henkel Stammaktie

Grundinformationen Henkel Stammaktie

WKN604840
ISIN
DE0006048408
BörsenplatzXetra (EUR)
Marktkapitalisierunggroß
BrancheKonsum (Non-Food)/ Industrie
Eigenkapitalquote60 Prozent (2022 )
Umsatz in Mio. Euro22.397 ( 2022 )
Operativer Gewinn in Mio. Euro1.810 ( 2022 )
Netto Gewinn in Mio Euro1.256 ( 2022 )
Operativer Cashflow in Mio. Euro1.056 ( 2022 )


Firmensitz: Henkelstr. 67, 40589 Düsseldorf, Deutschland

CEO : Carsten Knobel



IR-Seite: www.henkel.de

Investitionsidee – Henkel Stammaktie

Was ist Passiert ? : Henkel verabschiedet sich wie viele Firmen aus Russland und MR Market möchte das Papier unbedingt loswerden.

Grund des Kursverfalls : Angst vor Abschreibungen des Russlandsgeschäft und Wachstumseintrübung von Henkel

Aussichten : Kurzfristig gesehen hat das Unternehmen mit Ausfällen aus dem Russlandgeschäft zu rechen. Das Management steuert bereits dagegen. Bis die Maßnahmen wirken können, wird einige Zeit vergehen, aber die langfristigen Perspektiven sind meiner Meinung nach nicht gefährdet.

Informationen über das Unternehmen

Die Henkel Stammaktie ist ein krisenresistentes Langfristinvestment. Die Erfolgsgeschichte besteht schließlich seit über 140 Jahren.
In Sachen Qualität und Verständlichkeit des Geschäftsmodells schneidet Henkel hingegen tadellos ab. Die Henkel Stammaktie existiert seit 1876 und hatte seitdem noch nie eine ernsthafte Krise zu meistern. Seit 1988 gab es in den Bilanzen nicht ein einziges Verlustjahr zu verzeichnen.

Henkel produziert und verkauft Konsum- und Industriegüter, was leicht verständlich ist. Sie werden einerseits zum Teil von Privatkunden täglich gekauft, andererseits zum Teil von Industriekunden, wo der Bedarf unterschiedlich ist und es hier zu schwankenden Einnahmen kommen kann.

Familiengeführtes Unternehmen

Das Unternehmen Henkel ist ein familiengeführtes Unternehmen aus Düsseldorf und eine Kombination aus Industrie- und Konsumgütergeschäft.

Neben diesem Markenportfolio überzeugt mich weiterhin auch die Eigentümerstruktur. Die Gründerfamilie Henkel hält nach wie vor 61,02 Prozent der Stammaktien.

Henkel versteht die Bedeutung einer starken Mitarbeiterbeteiligung und hat ein Beteiligungsprogramm aufgesetzt, welches die verbundenheit zum Unternehmen stärkt.


Das Beteiligungsprogramm von Henkel ist vorbildlich. Alle Vorstände sind verpflichtet, jedes Jahr 35 Prozent ihrer variablen Vergütung innerhalb einer festen Frist am offenen Kapitalmarkt in die Vorzugsaktie zu investieren. So werden die Vorstandsmitglieder ebenso zu Aktionären und das ohne Optionsprogramme, die oftmals entweder die Aktie verwässern (bei Neuemission) oder wirtschaftlich schädlich sind (das Unternehmen kauft am Markt teuer Aktien, um sie günstig an das Management abzugeben).

Zusätzlich zur Beteiligung des Managements am Unternehmen fördert Henkel auch die Beteiligung auf normaler Mitarbeiterebene. Bis zu einem Kaufvolumen von 5.000 EUR wird jeder Trade mit 0,33 EUR je Aktie unterstützt. Das mittlere Management wird durch ein weiteres Beteiligungsprogramm in der Art langfristig gebunden, dass sich die Mitarbeiter für mindestens vier Jahre Henkel verpflichten und so für ihre Treue belohnt werden.

Bilanz Henkel Stammaktie

Die Bilanz bleibt grundsolide und das Management glänzt mit seiner Offenheit, Transparenz, Kostendisziplin und Weitsichtigkeit. Markenportfolio und Marktposition bieten Henkel eine gute Ausgangslage, um auch härtere Krisen wie aktuell die Rußlandkrise ( Henkel zieht sich aus dem Rußlandgeschäft zurück) gut zu überstehen.

Die Henkel erwirtschaftet Geld folgerichtig mit seinen Konsumgütermarkensegmenten :

Laundry & Home Care (Wasch-/Reinigungsmittel)

Beauty Care (Kosmetik und Körperpflege)

Profi-Beauty-Sparte (Friseurfachhandel seinen Umsatz.

Zu den bekanntesten Marken des Unternehmens zählen währenddessen :

Persil, Purex, Pril, Perwoll, Sidolin, Schwarzkopf und Syoss.

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Quelle: Henkel

In dem Segment Adhesive Technologies (Kleb- und Dichtstoffe) ist Henkel mitunter ein führenden Anbieter von Kleb- und Dichtstoffen sowie Funktionsbeschichtungen.

Bekannte Marken der Firma Henkel sind schließlich hier:

Pritt, Loctite, Ceresit, Pattex

Vor zwei Wochen veröffentlichte Henkel neue Umsatzzahlen. Im Zeitraum Januar bis September 2023 generierte Henkel Erlöse in Höhe von 16,37 Mrd. EUR. Nominal ging der Umsatz damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um 3,1 % zurück. Vor allem ungünstige Wechselkurse machten dem Konzern zu schaffen. Das organische Wachstum lag bei 4,1 % und fiel damit weiterhin solide aus. Im Industriesegment Adhesive Technologies gelang Henkel dabei ein organisches Umsatzwachstum von 3,3 %. In der Konsumgütersparte lag das organische Wachstum bei 5,9 %.

Die Anfang des Jahres vorgenommene Zusammenlegung des Konsumgütergeschäfts erweist sich als kluge Entscheidung. Der Plan des Managements, dadurch Kosten einzusparen und die Margen stei- gern zu können, geht schon jetzt auf.

Ebenfalls positiv: Das Management hob angesichts der aktuellen Geschäftsentwicklung die Jahres- prognose sowohl für das Umsatzwachstum als auch das Gewinnwachstum an. Das bereinigte EBIT soll nun 2023 um 11,5 bis 12,5 % wachsen (zuvor 11,0 bis 12,5 %). Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll sogar um 15 bis 25 % zulegen (vorher 5 bis 20 %) und beim Umsatz soll es nun um 3,5 bis 4,5 % nach oben gehen, nach bisher angepeilten 2,5 bis 4,5 %.

Die Henkel VZ Aktie ist beim Kurs von 70,78 EUR nahezu fair bewertet. Die Stammaktie , die ich selber besitze, ist jetzt mit 62,78 EUR weiterhin eine attraktive Unterbewertung.

Konsumgütergeschäft: Zusammenlegung war eine kluge Entscheidung

Anfang des Jahres fasste Henkel seine Konsumgütersegmente Waschmittel & Haushaltsreiniger und Körperpflege zu einem Segment – Consumer Brands (dt. Konsumgütermarken) – zusammen. Dies er- weist sich als kluge Entscheidung. Schon jetzt ist der Konzern seinem damit verbundenen Kostenein- sparungsplan deutlich voraus. Der Plan sah nämlich vor, durch die Zusammenlegung bis Ende 2024 250 Mio. EUR einzusparen. Über 80 % davon konnte Henkel jedoch schon jetzt realisieren. Das Ziel wird daher weit vor der gesetzten Frist erreicht werden.

Es sieht zudem ganz so aus, als könne Henkel durch die Zusammenlegung deutlich mehr Synergien freisetzen und damit insgesamt deutlich mehr Kosten einsparen, als ursprünglich kalkuliert.

Adhesive Technologies durch Zukauf gestärkt

Henkel kauft das US-Unternehmen Critica Infrastructure und erweitert damit seine Produkt- und An- gebotspalette im Industriesegment weiter. Der Name ist bei Critica Infrastructure Programm: Das Unter- nehmen ist mit seinen Faserverbundlösungen auf die Wartung, Reparatur und Instandhaltung kritischer Infrastrukturen spezialisiert. Darunter fallen beispielsweise Gastransporte oder kommunale Wasserver- sorgungssysteme.

Über den Kaufpreis, den Henkel zahlt, wurde bislang nichts bekannt. Critica ist international aufgestellt, hat dabei jedoch einen starken geografischen Fokus auf Nordamerika. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2023 wird bisherigen Unternehmensschätzungen zufolge bei etwa 100 Mio. EUR liegen.

Zukunftsmarkt 3 D Druck

Zukunftsfantasie ist bei Henkel tatsächlich neben Klebstoffen auch im 3 D-Druck – Material gegeben. In diesem Segment gilt die Firma Henkel als einer der führenden Lieferanten vom Druck von Granulaten.

Noch sind Fertigungsverfahren nicht reif für flächendeckende Serienproduktionen, wenn es so weit ist, wird die Monetarisierung im Druckgeschäft von Granulaten angekurbelt.

Die Unternehmen GENERA (Hard- und Softwareprodukte) und die Firma Henkel (Materialentwicklung)arbeiten nun hinreichend gemeinsam an ihren jeweiligen Schwerpunkten, um eine neue Produktionsstufe für die Automobil- und Gesundheitssparte zu ermöglichen. Aktuell werden schon folgerichtig Sitzteile für den Motorradhersteller KTM produziert.

Dividende Henkel Stammaktie

Im Grunde genommen ist bei Henkel eine zuverlässige Dividende gegeben.

Inzwischen ist die Henkel Stammaktie gegenüber der Vorzugsaktie zu einem deutlichen Abschlag an der Börse notiert (Marktanomalie).Die Dividendenrendite ist trotz niedrigerem Ausschüttungsbetrag, bei der Stammaktie höher.

Die Stammaktie bietet im Moment zu- dem eine solide Dividendenrendite von knapp 3 %.

Fazit:

Fazit: Die Henkel Stammaktie ist richtigerweise unterbewertet. Der aktueller Kurs vom 26.November 2023 in Euro beträgt 62,78 Euro.

Henkelaktien-Analysedatum: 26.11.2023

Haftungsausschluss

Die Value Investing Aktienanalyse ist natürlich keine Anlageberatung – ein Kauf einer Aktie ist folgerichtig Chefsache, nämlich ihre eigene Sache!

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