Essity

Schwedische Essity weltweite Nummer eins beim Toilettenpapier

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Value Aktien Analyse Essity

Inhaltsverzeichnis Aktien

Kennzahlen Essity Aktie

Grundinformationen Essity

WKNA2DS20
ISIN
SE0009922164
BörsenplatzStockholm (SEK)
Marktkapitalisierunggroß
BrancheKonsum (Non-Food)
Eigenkapitalquote34,9 Prozent (2023 )
Umsatz in Mio. SEK147.147 ( 2023 )
Nettoerlös in Mio. SEK 9.554 ( 2023 )
Gewinn in Mio. SEK15.109 ( 2023 )
Operativer Cashflow in Mio. Euro21.568 ( 2023 )

Mr.Market ignoriert Rekordergebnisse

Ein neues Rekordergebnis, ein Umsatzplus von 12 %, ein Zuwachs von 78 % beim operativen sowie von 62 % beim Nettogewinn. Kurz nachdem das Unternehmen seine Zahlen gestern veröffentlicht hatte, gab der Kurs um 6 % nach. Auf Jahressicht steht die Aktie im Moment mit 13 % im Minus.

Für mich als Value Investoren ist die absurde Reaktion an der Börse ein Grund neu zu investieren oder aufzustocken.

Essity ist im Moment ein von der Börse zu Unrecht geprellter Qualitätstitel.

Es handelt sich um ein dauerhaft nachgefragtes, nicht-zyklisches Geschäft. Hygiene- und Haushaltspapiere aller Art sowie Wundversorgungs- und Inkontinenzprodukte werden nunmal immer benötigt – ganz unabhängig von der Konjunkturlage.

Investitionsidee – Essity Qualität aus Schweden

Die schwedische Firma Essity kennen wir Verbraucher als Hersteller von Haushaltspapieren der Marken Tempo, Zewa,
Plenty und Lotus. Das schwedische Unternehmen ist die weltweit die Nr. 1 bei einem für uns alle unverzichtbares Produkt: Toilettenpapier.

Es gibt kaum eine Marke, die nicht zum Essity-Familie gehört und das Unternehmen präsentiert sich als ein ganzheitliches
Gesundheits- und Hygieneunternehmen.

Wir verbrauchen diese täglichen Produkte wie Toilettenpapier, Taschentücher und sonstige Haushaltspapiere und dieses Unternehmen gilt als weltweit größter Hersteller solcher Produkte.

Essity´s Geschäftsmodell setzt auf drei Themenschwerpunkte : Grundbedarf, Gesundheit und Digitalisierung.

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Bildquelle : essity.com

Grundbedarf & Gesundheitsbereich

Essity ist auf dem Weg zu einem ganzheitlichen Gesundheitsunternehmen mit Küchenpapier, Papiertaschentücher, Wattepads zur Reinigung, Babywindeln, Damenbinden und weiterem Grundbedarf. Körperpflege, Gesundheit und Hygiene sind eine Grundvoraussetzung für Gesundheit. Damit mischt Essity schon einmal indirekt im Gesundheitsbereich mit.

Das Markenportfolio von Essity ist hervorragend diversifiziert. In so gut wie jeder Region, in der Essity tätig ist, belegt das Unternehmen Platz 1 oder 2.

Als führender Anbieter von Inkontinenzprodukten spielt Essity aber immer stärker auch eine direkte Rolle im Gesundheitswesen. Und tatsächlich verfolgt das Management das Ziel, Essity zu einem umfassenden Gesundheitsunternehmen zu machen.

Durch den Zukauf von BSN Medical (2016) holte sich das Unternehmen ein breites Angebot an Mullbinden, Verbandsmaterialien zur Erweiterung des eigenen Sortiment. Durch den Zukauf der Marke Leukoplast erweiterte Essity ebenfalls das Produktangebot.

Inkontinenzsparte – ein großer Wachstumsmarkt


Blasenschwäche ist bei älteren Menschen weit verbreitet. Die demografische Entwicklung führt
dazu, dass die Zahl der Betroffenen weiter wächst.

Mit der Marke TENA, unter der Essity sowohl klassische Inkontinenzprodukte (Einlagen, Bettlaken etc.) als auch Software-Lösungen für Pflegeeinrichtungen vermarktet, führt das schwedische Unternehmen diesen Markt an.

Das klassische Endkonsumentengeschäft über Supermärkte und Online-Shops macht dabei nur einen kleinen Anteil am Umsatz aus.

Essity vernachlässigt diese wichtigen Absatzkanäle keinesfalls, konzentriert sich aber vor allem auf den Ausbau des B2B-Geschäfts. Wichtige Abnehmer sind vor allem Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

Digitalisierung von Essity

TENA SmartCare bietet eine Softwarelösung mit Produktinnovation wie TENA Itentifi an. Hierbei handelt es sich um Inkontinenzunterwäsche, die mit Sensoren ausgestattet sind, die das Verhalten von Betroffenen aufzeichnet und direkt über WLAN an den Computer überträgt, der dies analysiert und auswertet.

Start Up -Novioscan


In diesem Jahr übernahm Essity für 70 Mio. SEK das niederländische Start-up Noviscan. Das Unternehmen hat ein tragbares Ultraschallgerät entwickelt, das fortlaufend die Harnblase überwacht.


Patienten mit Blasenschwäche werden durch einen Signalton rechtzeitig informiert, noch lange
bevor sie selbst spüren, dass Sie zur Toilette sollten.

Diese Technik kann zu einem besseren Wohlbefinden der Bewohner und Patienten beitragen.

Beteiligung an ABIGO Medical


Ebenfalls ein strategisch sehr kluger Schachzug war die Mehrheitsbeteiligung (75 Prozent) an ABIGO Medical. Das schwedische Unternehmen existiert bereits seit 1989 und generierte zuletzt einen Umsatz von 403 Mio. SEK.

ABIGO entwickelt Beschichtungen für Verbandsmaterialien, die wasserabweisend sind und damit die Wundheilung beschleunigen und vor Wundinfektionen schützen.

In Essity steckt noch viel Zukunft

Im Geschäftsbereich Professional Hygiene hat der Konzern mit TORK eine eigene Marke geschaffen, die ebenfalls globaler Marktführer ist. Neben dem reinen Papier werden unter TORK auch Papier- und Seifenspender vertrieben, ebenso wie eine Software, die rechtzeitig erkennt wenn für Nachschub gesorgt werden muss.


Zusammen mit dem Segment Gesundheitsmarkt, das den Großteil der Umsätze mit Gesundheitseinrichtungen generiert, erwirtschaftet Essity fast 40 Prozent seines Konzernumsatzes im B2B-Bereich. Damit lässt sich auch erklären, warum die Umsätze trotz des gewaltigen Nachfrageschubs, den es im Frühjahr auf der Verbraucherseite gab, in Summe erst einmal zurückgingen. Im zweiten Quartal sanken die Umsätze um rund 11 Prozent.

Bildquelle : essity.com


Das sind kurzfristige Schwankungen aus meiner Sicht, da viele öffentliche Einrichtungen in Sachen Desinfektionsmittel-Spender gerade massiv aufrüsten. Essity hat vor kurzem neue Großaufträge von Flughäfen und anderen großen öffentlichen Einrichtungen an Land gezogen. Langfristig profitiert der Konzern von dem neuen Hygienebewusstsein vor und nach der Pandemie.

Um Wälder zu schonen wurden in den letzten Jahren viele sanitäre Einrichtungen in öffentlichen Gebäuden mit Handgebläsen ausgestattet. Diesem Umweltbewusstsein ist die Angst vor „Keimschleudern“ gewichen. Der Trend geht aktuell wieder klar zu Papierspendern.

Papiertücher aus Stroh


Auch an das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz steht bei dem Konzern aus Schweden im Mittelpunkt.
Das Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, bei dem aus Weizenstroh Zellstoff gewonnen wird. Ein landwirtschaftliches Nebenprodukt kann damit künftig zur Herstellung von Haushaltspapieren verwendet werden.

Bilanz

Cashflow-Situation – so stark wie nie zuvor

Nachdem der Cashflow zuletzt etwas schwächelte – seit 2019 war er jedes Jahr um 8 bis 18 % gesunken – ist er 2024 mit voller Stärke zurück. Den operativen Cashflow weist Essity 2024 mit 21,6 Mrd. SEK (1,91 Mrd. EUR) aus. So hoch stand diese Kennzahl in den letzten zehn Jahren nicht. Auch beim freien Cash- flow stellte der Konzern mit nun 14,7 Mrd. SEK (1,30 EUR) einen neuen Rekord auf.

Die operative Cashflow-Marge stieg von 9,8 auf 14,7 %. Die FCF-Marge verbesserte sich von 4,5 auf 10 %. Auch die Ergebnismargen weisen eine beeindruckende Entwicklung auf. So legte die EBIT-Marge von 6,5 auf 10,3 % zu. Die jetzige Umsatzrendite befindet sich also wieder im Zielkorridor, den sich das Ma- nagement selbst gesteckt hat. Die Nettomarge von 6,5 % ist ebenfalls auf deutlichem Erholungskurs. Der Dekadenschnitt von 6,6 % ist nahezu wieder erreicht.

Sechs Zukäufe in einem Jahr


Der Konzern lässt sich von der aktuellen Preisspirale am Rohstoffmarkt nicht unterkriegen. Trotz des dadurch
herausfordernden Marktumfelds investiert das Unternehmen fortlaufend in den Ausbau seines Geschäfts.

Im letzten Jahr verleibte sich das Unternehmen sechs Firmen ein:

In Australien verleibte sich die schwedische Firma das Hygiene-Unternehmen Asaleo Care ein. In Lateinamerika übernahm das Unternehmen fast alle Anteile an dem Hygiene-Unternehmen Familia (Beteiligung nun bei 95 %). Des Weiteren gab es noch vier kleinere Übernahmen im Medizinbereich.

Insbesondere im Gesundheitsbereich ergeben sich auch künftig noch interessante Potenziale für das schwedische Unternehmen.

Dividende von Essity spannend

Auch als Dividendenwert eine „sichere Bank“. Noch ist die Historie zu kurz, um das Unternehmen als Dividendenaristokrat bezeichnen zu können. Aber genau darauf steuert das Management mit seiner Zusage jährlicher Steigerungen zu.

Als nächste Auszahlung schlägt die Konzernleitung nun 7,25 SEK je Aktie vor. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Erhöhung um fast 7 %.

Auch für künftige Dividendensteigerungen bleibt noch genügend Luft. Im letzten Jahr schüttete Essity rund 54 % seines Gewinns bzw. 43 % seines Free Cashflows aus.


Essity war einst Teil des schwedischen Papierkonzerns Svenska Cellulose bis zur Abspaltung im Jahr 2017. Als eigenständiges Unternehmen existiert Essity deshalb erst seit ein paar Jahren.

Folglich kann auch die Dividendenhistorie noch nicht sehr weit zurückgehen. Dennoch zeichnet sich schon jetzt ab, dass wir es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Dividendenaristokraten zu tun haben.


Aufgrund der schwedischen Quellensteuer kommt die Dividende bei uns Anlegern freilich nicht in
dieser vollen Höhe bei uns an. Eine Rückforderung der Quellensteuer können Sie mittels Formular bei
der schwedischen Steuerbehörde beantragen. Das Formular könnt ihr u. a. hier herunterladen.
.

Essity
Pyramidendiagramm – Essity- Dividende

Fazit:

Fazit: Nach den vorliegenden vollständigen Jahreszahlen könnte es besser nicht sein: Nicht nur, dass die Aktie nun günstiger zu haben ist, der faire Wert ist zudem gestiegen. Die Essity Aktie ist aus meiner Sicht unterbewertet und hat einen Wert von 30 Euro.

Haftungsausschluss

Die Value Investing Aktienanalyse ist natürlich keine Anlageberatung – ein Kauf einer Aktie ist folgerichtig Chefsache, nämlich ihre eigene Sache!

Auf  wundervolle Investments

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