De-Longhi

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Weltweite Nummer eins bei Kaffeeautomaten

Delonghi
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Value Aktien Analyse De-Longhi

Grundinformationen De-Longhi

IR-Seite: https://www.delonghigroup.com/en/investor/results

WKN694642
ISIN
IT0003115950
BörsenplatzMailand Heimatbörse
( Euro )
Marktkapitalisierunggroß
BrancheLanglebige Haushaltsgüter
Eigenkapitalquote in %50,7 % ( 2023 )
Umsatz in Miliarden3,02 Mrd. ( 2023 )
Gewinn in in Millionen Euro245 Mio. ( 2023 )
Operativer Cashflow in Millionen Euro 291 Mio ( 2023 )

Investmentidee De-Longhi

Globale Marktführer in Sachen Kaffee & Espresso-Maschinen

Für die Aktiengesellschaft De-Longhi ist Kaffee ein profitables Geschäft und für einen Lebensmittelkonzern ein attraktiver Wachstumsmarkt. Zum Kaffeegenuss braucht es die richtige Maschine. Ob klassischer Siebträger oder Kaffeevollautomat – De-Longhi hat für jeden Kaffeetrinker das passende Gerät. Auch Kapselmaschinen (in Kooperation mit Nespresso) gibt die Marke her.

Das Geschäftsmodell ist klar verständlich und für den Wettbewerb bei Kaffeevollautomaten und Siebträgern sehe ich De-Longhi als weltweite Nr. 1 gut gerüstet. Die neue großflächige Werbekampagne mit Brad Pitt als Referenz sorgt für mediale Aufmerksamkeit.

Eine ordentliche Kaffeemaschine gehört heute in vielen Haushalten zum Standard. Kaffeeliebhabern bereitet es Freude, wenn sie auch zuhause ihr Lieblingskaffeegetränk zubereiten können.

Trotz Konkurrenz, etwa durch die Anbieter JURA und Krups, konnte das italienische Unternehmen seine
führende Position im B2C-Segment verteidigen. Im Geschäftsjahr 2022 ging der Umsatz zwar leicht um
2 % zurück und im Bericht zum ersten Quartal 2023 steht ein Erlösrückgang von 7,7 %, dies ist aber eine
Entwicklung, von der die gesamte Branche betroffen ist.

Der coronabedingte Nachfrage-Boom in den zwei Jahren davor ist mittlerweile abgeflacht. Weil Cafés, Bars und Restaurants wieder geöffnet haben und weil sich viele Haushalte eben gerade erst in den letzten zwei Jahren eine neue Espresso- oder Kaffeemaschine zugelegt haben, hat sich der Absatz einfach nur wieder normalisiert.

De Longhi IR
Quelle: https://www.delonghi.com

Geschichte des Traditionsunternehmens

Das 1950 in Treviso, nördlich von Venedig gegründete Unternehmen ging aus einer Werkstatt zur Herstellung von Industrieteilen hervor und ist schon seit 1902 in Familienbesitz. Der heutige Patriarch Giuseppe De-Longhi übernahm 1977 die Führung und die Holding der Gründerfamilie hält weiterhin 57 % der Anteile der Firma.

Zum Börsengang 2001 übernahm der Konzern das Haushaltsgeschäft der Firma Kenwood. Im Jahre 2012 kamen die Marke Braun-Kleingeräte dazu. Also wenn Sie sich eine Küchenmaschine von Kenwood oder einen Stabmixer der Marke Braun zulegt haben, sind Sie ebenfalls Kunde von De-Longhi.

Während Rasierer, Epilierer und sonstige Körperpflege-Geräte von Braun weiterhin zu Procter & Gamble gehören, ist die Haushaltsgeräte-Sparte seit 2021 bei De Longhi.

Neben dem ursprünglichen Kerngeschäft von Heiz- und Klimageräten, den weltberühmten Kaffeevollautomaten und Espressomaschinen hat De-Longhi auch Staubsauger, Heißluftfritteusen, Bügeleisen und viele andere kleine Küchenhelfer im Portfolio.

Der Konzern kaufte den US-Haushaltshersteller Capital Brands, der vor allem für seine Marken Magic Bullet, Ariete und Nutribullet( Life-Style-Plattform-E-Commerce) bekannt ist. Letzteres – ist in den USA der Marktführer für Smoothie -Mixer.

De Longhi IR Cappu
Quelle: https://www.delonghi.com

Marktführer für Mixer in Nordamerika, Australien und Großbritannien

Durch die 420 Millionen Euro teure Übernahme stieg der Konzern zum Marktführer in Nordamerika, Australien und Großbritannien auf.

Smoothies sind Mischgetränke aus frischem Obst und damit wollen die Italiener dem Trend zur gesünderen Ernährung Rechnung tragen.

De-Longhi versucht nun, die marktführende Stellung von Nutribullet auch auf andere Regionen der Welt auszuweiten. Auch im deutschsprachigen Raum sind die Kultmixer inzwischen erhältlich.

Eversys – de-Longhi ´s jüngster Zukauf


Auch bei High-End-Maschinen das Unternehmen einiges zu bieten. Um das Premium-Segment zu erweitern, übernahm das
Unternehmen im Mai 2021 den Hersteller Eversys.

Der Anbieter aus der Schweiz bietet die Profi-Maschine für zuhause – und auch die Gastronomie ist Kunde. Das neueste Modell der Reihe „Shotmaster“ ist das mega Kaffee-Tool, da es bis zu acht Kaffeegetränke gleichzeitig zubereiten kann.


Seit 2017 war De-Longhi bereits mit 40 % daran beteiligt, nun wurden die restlichen 60 % für 100 Mio. CHF geschluckt.

Der gesamte Konzern Eversys wurde damit von De-Longhi mit 183 Mio. CHF bewertet. Eversys generierte im letzten Jahr Erlöse in Höhe von 65 Mio. CHF, die Italiener zahlen also weniger als das Dreifache vom Umsatz. Die EBITDA-Marge (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immateriellen Vermögenswerten) von Eversys kann sich mit 18,5 % sehen lassen. Dies kann die Konzernmarge von De-Longhi weiter stärken.

Kerngesunde Bilanz bei De-Longhi

Der Konzern überzeugt, da die Geschäftsentwicklung gut ist und in den letzten Jahren in der Bilanz kein Verlustjahr festgestellt werden konnte.

Der Umsatz 2022 in Höhe von 3,16 Mrd. EUR gegenüber dem Vorcorona-Jahr 2019 deutlich im Plus steht – nämlich um 50 %.

Auch das Nettoergebnis von 177,4 Mio. EUR, das im Vorjahresvergleich ein Minus von fast 44 % aufweist, übertrifft den Gewinn 2019 um 10,2 %.

Die EBIT-Marge liegt derzeit lediglich bei rund 8 %. In den Jahren davor bewegte sich die Marge stets zwischen 10 und 13 %.

Das Unternehmen weist seit 2015 ununterbrochen eine Nettoliquidität auf. Per Ende des Geschäftsjahres 2022 stand diese bei 174 Mio. EUR. In den aktuellen Zwölf-Monatszahlen, die den Zeitraum Q2/2022 bis Q1/2023 umfassen, stieg sie wieder auf
317 Mio. EUR an. Das sind rund 10 % des Jahresumsatzes.

Darüber hinaus sind auch kaum Abschreibungsrisiken vorhanden also wenig Goodwill in der Bilanz, was den Wert der Marke angeht.

Das Unternehmen profitiert von einer starken Nachfrage nach Kaffeemaschinen. Damit generiert De Longhi über die Hälfte seines Umsatzes.

Rund zwei Drittel davon wiederum ist dem Geschäft mit Kaffeevollautomaten zuzurechnen. Am Konzernumsatz macht dieser Typ Kaffeemaschinen fast ein Drittel aus.

Marktanteile kontinuierlich ausgebaut


Sowohl im Segment Kaffeemaschinen als auch der Haushaltsgerätesparte konnte De-Longhi seine Marktanteile ausbauen. Den Markt mit Kaffeemaschinen dominiert das Unternehmen nun mit einem globalen Marktanteil von 35 % und bei Haushaltsgeräten & Co. stieg der Anteil auf 15,3 %.


Das Unternehmen ist auch in der Digitalisierung gut aufgestellt. Mit einer eigenen App können Sie Ihren Kaffeeautomaten bequem aus der Ferne steuern. Zudem sind individuelle Einstellungen möglich, um die Maschine optimal zu bedienen. Sie können Rezepte abgespeichern und per Knopfdruck einfach ausgeführen.

DeLonghi-Umsatz-nach-Segment
DeLonghi-Umsatz-nach-Segment

Dividende De-Longhi


Die Dividendenpolitik ist zwar stetig, da sich De’Longhi zu einer festen Ausschüttungsquote auf den erwirtschafteten Gewinn bekennt.
Da jedoch das Nettoergebnis in den letzten zehn Jahren Schwankungen unterlag, schwankte auch der
Auszahlungsbetrag teilweise erheblich.

Aktuell bietet sich bei einer Dividende pro Aktie von 0,48 Euro eine Dividendenrendite von 1,62 % gemäß einem Aktienkaufkurs von 29,54 Euro.

Fazit

Die Umsatzentwicklung gleicht der eines Langfristinvestments: Die Erlöse entwickeln sich langsam aber
stetig nach oben. Die Gewinne unterlagen in der hinter uns liegenden Dekade jedoch Schwankungen.
Der Wert ist ein Zykliker und derGewinn je Aktie der letzten drei Jahre lag in Höhe in Höhe von 1,53 EUR.So dürfte der faire Wert bei 23 Euro liegen.

Die Aktie hat sich seit der letzten Analyse vom 30.06.2022 von 18,50 auf 29,54 Euro mehr als verdoppelt und so können sie den Einsatz ihres Investments rausnehmen, Gewinne mitnehmen oder sie weiterlaufen lassen. Das ist das Schöne am Value Investing.

Haftungsausschluss

Die Value Investing Aktienanalyse ist natürlich keine Anlageberatung – ein Kauf einer Aktie ist folgerichtig Chefsache, nämlich ihre eigene Sache !

Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für
die künftige Wertentwicklung. Dieser Hinweis gilt für die gesamte Ihnen vorliegende Ausgabe
und bezieht sich auf jede hierin erscheinende Wertentwicklung, Simulation und/oder Prognose.

Auf  wundervolle Investments

Marc

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