Altria

Inhaltsverzeichnis Aktien

Lukrativste Branche seit über 100 Jahren

Altria Marke Marlboro
Altria Marke Marlboro

Wer 1968 nur 150 Dollar in die Firma Altria investiert hat, ist heute Millionär. Die jährliche Rendite dieses Investments liegt inklusive Dividenden bei stolzen 20,6 Prozent. Wer erst 1981 in Altria-Aktien investiert hat, hat bis heute eine Rendite von 2.600 Prozent erwirtschaftet. In einem Jahrhundert voller Innovationen und Neuheiten wären ausgerechnet Zigaretten das beste Investment gewesen. In keiner anderen Branche ließ sich so viel Geld verdienen und deswegen wird ein Investment in Tabak oft als Basisinvestment angesehen.

Das Tabakgeschäft schmeckt nicht jedem Anleger. Die Tabakindustrie steht seit Jahrzehnten unter Beschuss und die neuerliche Marktöffnung für Cannabis wird kontrovers diskutiert. Ob ein Investment aus diesen Gründen für Sie in Frage kommt oder nicht, können nur Sie selbst entscheiden.

Der traditionsreiche Tabakkonzern, der sich vor elf Jahren von Philip Morris International trennte, profitiert seit einigen Jahren von neuen Rauchgewohnheiten seiner potenziellen Zielgruppe:

Die E-Zigarette verdrängt in den USA Altria mehr und mehr die klassischen Tabakprodukte. Stets mit Blick auf die Regulierung durch die FDA ( Food and Drug Administration ), entwickelte Altria ein großes Sortiment neuartiger Tabakprodukte.

Marke Marlboro – Nummer 1 in den USA

Die Marke Marlboro ist bis heute die wertvollste Tabakmarke der Welt.

Bei dieser starken Marke kann sich Altria eine hohe Gewinnspanne leisten. Im Durchschnitt kostet eine Packung Marlboro rund 7,00 USD. Selbst bei einem Ladenpreis von 5,40 US-Dollar wäre Altria profitabel. Da es in den USA keine Preisbindung gibt, variieren die Preise von US-Bundesstaat zu Bundesstaat teilweise erheblich.

In New York müssen Raucher für ihre Lieblingsmarke Marlboro sage und schreibe 14,00 USD hinblättern. In den letzten zwölf Monaten hat Altria die Zigarettenpackung um 0,24 USD anheben können, was die enorme Preissetzungsmacht unterstreicht.

Sitz Altria-USA

Altria auch bei Kautabak Nummer 1 in den USA

In den USA boomt das Geschäft mit Kautabak. Die wichtigsten Marken sind Copenhagen und Skoal. Der Preisunterschied zur führenden Discounter-Marke liegt bei 18 Prozent. Seit dem zweiten Quartal 2018 wurde der Ladenpreis von Copenhagen um 0,26 USD nach oben angehoben.

Außerdem wurde das Kautabak-Sortiment mit der Marke on! erweitert. Für 372 Millionen USD hat Altria 80 Prozent von dem Schweizer Konzern Burger Söhne Holding AG übernommen. Die Marke on! besteht aus sieben Geschmacksrichtungen und fünf Nikotinstärken, die seit August 2016 in den USA verkauft werden. Die Produktpalette soll zukünftig noch deutlich ausgebaut werden.


Kautabak ist nicht nur rauchfrei und hat damit weder Geruchsbelästigung und Gesundheitsrisiken für Nichtkonsumenten, sondern ist in den USA auch im Baseball sehr beliebt bei Spielern der Major League und somit auch bei den Fans, die ihren Idolen nacheifern.

Chance auf dem Cannabis-Markt durch Cronos


Noch gibt es in den USA keine flächendeckende Legalisierung, wie sie vor Kurzem die Regierung in Kanada umgesetzt hat. Die Gesetze sind weiterhin von US-Bundesstaat zu US-Bundesstaat unterschiedlich. Heute hat Präsident Joe Biden die Politik seines Landes aufgefordert Cannabis zu legalisieren und Straftaten für den Besitz von Cannabis zurückzunehmen. Der US-Cannabis-Markt soll in den nächsten Jahren, vor
allem im medizinischen Anwendungsbereich, stark wachsen.

Das mögliche Potenzial des Cannabis-Marktes hat auch Altria erkannt. Anfang 2019 übernahm der Konzern für 1,8 Mrd. USD 45 Prozent der Anteile an Cronos, einem kanadischen Hanfunternehmen. Dank der großen finanziellen Mittel von Altria hat Cronos nun gute Voraussetzungen für Hanfproduktionsstätten in den USA und somit für Wachstum.


Die Zukunft von Hanfproduzenten hängt auch künftig an politischen Entscheidungen der USA ab. Das Risiko bleibt also, dass das jetzige Aufblühen der Branche irgendwann wieder erstickt wird, sollte die jetzt lockerere Cannabis-Politik sich wieder ändern.


Im Fall von Altria ist dies aber nur eine Option. Geht diese auf, kann sich daraus interessantes Wachstum ergeben. Geht es nicht oder nicht mehr auf, bleibt immer noch das Tabakgeschäft, in dem Altria über eine Top-Position und jahrzehntelange Markterfahrung verfügt.

Schachtel-Kautabak -Cannabis- Marlboro Zigarette

IQOS sollte der Gamechanger sein

Der Gamechanger in der Tabakindustrie sollte das IQOS Verdampfersystem ein großer Hoffnungsträger werden.

Altria eröffnete in der ersten Jahreshälfte 2021 neue IQOS-Stores. Doch das Geschäft wurde ausgebremst. Zu verdanken hat Altria dies seinem Konkurrenten British American Tobacco (BAT). Der Wettbewerber klagte gegen den Import der Produkte und bekam Recht. Letztendlich geht es BAT nur darum, seine eigenen rauchfreien Produkte in den USA schneller platzieren zu können als Altria.


In Europa versuchte British American Tobacco das Gleiche. Dort scheiterte das Unternehmen bei sämtlichen Gerichten. Dass es in den USA anders ausging, ist eigentlich verblüffend, aber nicht zu ändern. Für Altria ist es im Grunde gut, dass dies in einer Phase geschah, in der das Geschäft noch am Anfang stand. Der Umsatzanteil war noch sehr klein, so dass es dadurch nicht zu einem schmerzlichen Einbruch kam.


Das Wachstum ist somit erst mal weg, aber es könnte einen Ausweg geben , wie Altria mit IQOS doch noch am US-Markt durchstarten könnte: mit dem Aufbau einer eigenen Produktion auf US-amerikanischem Boden. Schließlich gilt das Verbot nicht für den Verkauf – nur für die Einfuhr der Produkte.

Eine solche Entscheidung braucht Zeit für die Errichtung einer neuen Fabrik. Einen Trumpf für die Vermarktung hat Altria bereits in der Hand: ein Siegel der US-Gesundheitsbehörde. Die FDA stuft IQOS seit Mitte 2020 als „weniger gesundheitsschädlich“ ein als klassische Zigaretten. Derweil baut Altria auch zumindest eigene rauchfreie Produkte auf in ihrem Sortiment.

Altria Marke Alternative

Risiken Altria

Wird die JUUL-Beteiligung zum Problem?

Kürzlich machen Meldungen der Food and Drug Administration (FDA) die Runde man plane, Juul Labs Inc. zu zwingen, seine E-Zigaretten in den USA vom Markt zu nehmen.

Altria hält 35 % an Juul, die sich in den USA mittlerweile einen Marktanteil von 48 Prozent erarbeitet hat. Der Tabakkonzern legte im Jahre 2018 12,8 Mrd. USD auf den Tisch für diese Beteiligung. Altria hoffte auf hohe Umsatzzuwächse und einen Boom im E-Zigaretten-Geschäft. Stattdessen traten nach dem Konsum von E-Zigaretten bei Hunderten von Menschen Lungenerkrankungen auf, bei bestimmten Geschmacksrichtungen.

San Francisco und New York verhängten ein Verbot für aromatisierte E-Zigaretten und in Massachusetts ist der Verkauf vorerst vollständig verboten. Auch in Europa schließen sich Länder einem Verbot an.

JUUL hat bereits erste Konsequenzen gezogen. Der Konzern hat jegliche Werbung für seine Produkte vorerst gestoppt und auch der CEO wurde jüngst ausgetauscht. Der Nachfolger kommt von Altria.

E- Zigaretten werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vom Markt verschwinden, sondern nur einige Geschmacksrichtungen.

Durch die angedrohten Verbote kann es zu Abschreibungen in der Bilanz von dem Tabakkonzern kommen.

Bilanz Altria

Die wichtigsten Marken sind Copenhagen und Skoal. Noch macht dies nur knapp 12 Prozent der Umsätze im Bereich Kautabak aus. Dieses Segment
wächst aber stetig und die operative Marge ist dort mit über 60 Prozent am höchsten.

Der Tabakkonzern erzielte im Gesamtjahr 2021 einen Jahresumsatz von 21,1 Mrd. USD. Das ist neuer Rekord und so konnte das Ergebnis gegenüber 2020 um 1,3 % überboten werden trotz Lockdowns, Schließungen von Bars, Cafés, Clubs oder sonstigen Veranstaltungen.


Einen solchen Lockdown gab es 2021 in den USA nicht. Dafür macht das IQOS-Geschäft aktuell Probleme.
Seit Herbst 2021 gilt ein Import-Verbot für IQOS-Produkte. Die Bestände, die aufgrund früherer Importe noch am Markt waren, waren schnell verkauft. Seitdem liegt dieses Geschäft brach.

Dies wird sich vorerst auch nicht ändern. Bis jetzt ist nicht in Sicht, ob oder wann das Import-Verbot aufgehoben wird. Altria rechnet nun für das ganze Jahr 2022 ohne IQOS. Dieser erhoffte Wachstumstreiber fällt damit erst einmal weg.


Das klassische Zigarettengeschäft ist weiterhin die Haupteinnahmequelle und super lukrativ mit sehr guten Cashflows.

Dividendenstrategie
Dividendenstrategie 2022

Dividendenkönig Altria


Seit dem Jahr 1928 und damit seit 94 Jahren zahlt Altria eine Dividende aus. Nach Firmenangaben wurde die Ausschüttung der Dividende in den letzten 53 Jahren 57 Mal angehoben (11. Oktober 2022). Altria ist ein Dividendenkönig, wie er besser nicht sein könnte.


Auch für die langfristige Zukunft sehen ich die Dividende als gesichert an. Der neue annualisierte Dividendensatz beträgt 3,76 $ pro Aktie, was einer Dividendenrendite von 8,72 % entspricht, basierend auf unserem Schlusskurs von 43,07 $ am 07. Oktober 2022. In der Regel schüttet der Konzern 80 Prozent seines erwirtschafteten Gewinns aus. Das ist großzügig, lässt aber immer noch eine Differenz von 20 Prozent für schwierigere Zeiten zu.

Fazit

Sind Sie noch nicht in den Tabakkonzern investiert, sollten Sie einen Kauf der Aktie ernsthaft in Erwägung ziehen. Aus ethischer Sicht mag es Bedenken geben, doch wenn Sie prinzipiell keine Einwände gegen den Verkauf von Tabakprodukten haben, ist Altria aktuell die beste Aktie aus dieser krisenfesten Branche, neben einer Philipp Morris Aktie, die gerade die Firma Swedisch Match ( Kautabak) übernehmen möchte.

Die Aktie ist aus meiner Sicht unterbewertet.

Haftungsausschluss

Die Value Investing Aktienanalyse ist natürlich keine Anlageberatung – ein Kauf einer Aktie ist folgerichtig Chefsache, nämlich ihre eigene Sache!

Auf  wundervolle Investments

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