3 M

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Neubewertung nach Abspaltung der Gesundheitssparte

3M
Quelle: 3m.com

Value Aktien Analyse der 3 M Company Aktie

Grundinformationen 3 M Company Aktie

IR-Seite: https://investors.3m.com/ir-home/default.aspx

WKN851745
ISIN
US88579Y1010
BörsenplatzNYSE
Marktkapitalisierunggroß
BrancheChemie
Eigenkapitalquote in %9,5% ( 2023 )
Umsatz in Milionen USD32681( 2023 )
Gewinn in Millionen USD-9182 ( 2023 )
Nettoergebnis in Millionen USD-6995 ( 2023 )
Operativer Cashflow in Milionen USD6680 ( 2023 )

Investitionsidee 3M Company

Die 3M Company ist ein 35 Milliarden Dollar schweres Wissenschafts- und Fertigungsunternehmen und verfügt über einen starken Bekanntheitsgrad bei seinen Marken und einem Burggraben bestehend aus der Preissetzungsmacht seiner Produkte.

Zahlreiche Technologieplattformen von 3 M

3M nutzt seine 51 Technologieplattformen, um Differenzierte Lösungen für Kunden in vier Geschäftsbereichen zu entwickeln.

Zu diesen Kategorien gehören:

Sicherheit & Industrie,Transport & Elektronik, Gesundheitswesen und die Verbrauchermärkte.

Zu den bekanntesten Marken zählen die legendären gelben Post-it Zettel und das Scotch-Klebeband.

3M
Kleine Auswahl von 3 M Produkten

Der Konzern 3M-Konzern Minnesota Mining and Manufacturing (NYSE: MMM) beschäftigt rund 96.000 Mitarbeiter in 70 Ländern und bietet etwa 60.000 verschiedene Produkte an auf den Märkten.

Der Hauptsitz des Technologiekonzerns liegt in Saint Paul, Minnesota in den Vereinigten Staaten.

Das Unternehmen erzielt 61 % ihres Umsatzes außerhalb der USA. Die Umsätze sind ausgewogen verteilt, 40 % in der USA, 30 % in Asien, 20 % in Europa, dem Nahen Osten sowie in Afrika und die restlichen 10 % in Südamerika.

Gesundheitssparte Solventum abgespalten

Vor knapp zwei Wochen schloss der Technologiekonzern 3M (WKN: 851745) seine lange angekündigte Abspaltung der Gesundheitssparte ab. Diese Geschäftseinheit ging am 01.04.2024 unter dem Namen Solventum (WKN: A407ZE) als eigenständiges Unternehmen an die Börse. 3M-Aktionäre bekamen im Verhältnis 4:1 Solventum-Aktien in ihr Depot eingebucht. Je vier 3M-Aktien gab es also eine Solventum- Aktie dazu.

Die Abspaltung hat Auswirkungen auf die Bewertung von 3M, schon alleine deshalb, weil ein Teil des bisherigen Geschäfts nun wegfällt. Rund 8 Mrd. USD Umsatz, die der Konzern bislang mit Marken wie 3M Tegaderm (Spezialpflaster), 3M Littmann (Stethoskope) oder 3M Filtek generierte sind nun ausgelagert. Gleichzeitig verbessert 3M durch den Solventum-Spin-Off seine Schuldensituation. Denn von seinen bisherigen Schulden in Höhe von 24,4 Mrd. USD (davon 13,6 kurzfristige und 10,8 Mrd. langfristige Schul- den) wandern ebenfalls 8 Mrd. USD zu dem neuen Unternehmen Solventum.

Abspaltung ein cleverer Schachzug

Nicht nur weil sich 3M durch die Abspaltung von Solventum auf einen Schlag um 8 Mrd. Schulden erleichtern kann, halte ich den Spin-Off für einen cleveren Schachzug. Schrittweise kann 3M hierdurch frisches Kapital einsammeln.

3M-Aktionäre erhielten die Zuteilung von Solventum-Aktien, ohne dass sie dafür frisches Kapital in die Hand nehmen mussten. Auf diese Weise wurden allerdings nur 80,1 % der Solventum-Aktien aufgeteilt. 19,1 % befinden sich zunächst noch im Besitz von 3M. Der Konzern hat aber bereits angekündigt, diesen Aktienbestand sukzessive in den freien Markt zu geben.

Und noch aus einem weiteren Grund zeugt die Abspaltung von Weitsicht. Viele Produkte, die künftig von Solventum fortgeführt werden, sind bislang bei der Herstellung auf sogenannten PFAS angewiesen. Diese auch als„ewige Chemikalien“ bezeichneten per- und polyfluorierten Alkylverbindungen sind aber seit Jahren umstritten.

In den USA legte 3M eine großangelegte Schadensersatzklage wegen ins Grundwasser gelangter PFAS bei, indem sich das Unternehmen zu einer Zahlung von 10,3 Mrd. USD verpflichtete. Zudem wird der Konzern die Produktion von PFAS bis Ende 2025 vollständig einstellen. Bis 2025 wird 3M noch als PFAS- Zulieferer gegenüber Solventum aktiv sein. Danach muss Solventum sich entweder andere Zulieferer suchen oder bis dahin neue Produktionsverfahren und Produktionszusammensetzungen entwickeln, die ohne diese ewigen Chemikalien auskommen.

Geschichte der 3 M Company

Das Unternehmen 3M wurde 1902 von fünf Geschäftsleuten als Minnesota Mining & Manufacturing Company gegründet. Am Anfang konzentrierte sich das Start-up auf die Entwicklung und Produktion von Schleifpapier für die Automobilindustrie.

Bereits 1916 wurde die erste Dividende ausgeschüttet. Im Jahre 1920 patentierte das Unternehmen das weltweit erste wasserfeste beschichtete Schleifmittel.

Darauf folgte 1925 die Erfindung des Abdeckbandes beispielsweise zum Abkleben von Autos in der Lackierung. Das Produkt der Marke Scotch war ins Leben gerufen worden.

Währenddessen folgte 1935 das Scotch Cellophane Tapeband und 1937 ist 3 M inzwischen einer der größten Hersteller von Verkehrsschildern geworden.

In den 1980er Jahren wurden schließlich noch die bekannten Post-It-Klebezettel erfunden.

Management-CEO 3 M

Michael Roman kam 1988 als Senior Design Engineer zu 3 M und ist seit Juli 2018 Geschäftsführer und seit Mai 2019 Vorstandsvorsitzender von 3M. Er hat einen Masterabschluss in Elektrotechnik sowie Mitglied des Vorstandes der Abbott Laboratories und des Kuratoriums der University of Minnesota Foundation. Seine Arbeitskarriere begann nach seinem Studium direkt bei 3M und ist somit bereits über 30 Jahre in dem Unternehmen tätig.

Bilanz

Aufgrund der bereits als Rückstellungen in die Bilanz eingebuchten Vergleichssummen weist 3M für das Geschäftsjahr 2023 einen Verlust aus. Ich habe deshalb eine Behelfsrechnung zur Ermittlung eines Gewinns ohne diese Sondereffekte und ohne das Solventumgeschäft angewendet.

Der Jahresumsatz von 3M reduziert sich durch die Abspaltung von Solventum um ca. 8 Mrd. USD. Anhand der uns zu Solventum und 3M nun vorliegenden Zahlen haben wir die Umsätze von 3M für die letzten drei Jahre nun neu berechnet (abzüglich des Solventum-Umsatzes). Mittels der durchschnittlichen Nettomarge der letzten zehn Jahre – diese liegt bei 16 % – habe ich im nächsten Schritt die Gewinne von 3M neu kalkuliert. Mittels Division durch die Aktienanzahl ermittelte ich das jeweilige Ergebnis je Aktie. Davon habe ich anschließend den Durchschnitt ermittelt. Dieser beträgt 7,30 EUR.

Wende ich darauf den Standardmultiplikator für Zykliker von 15 an, komme ich auf 110 USD als fairen Wert. Für das Jahr 2024 wird laut Bloomberg ein Gewinn je Aktie von 8,60 USD prognostiziert. Dieser ergibt bei einem 15er Multiplikator 130 USD als fairen Wert.

Post it Zettel 3 M
Quelle : Canva

Dividendenkönig 3 M

3 M gehört zu den Dividendenkönigen und erhöht die Dividende seit 66 Jahren in jedem einzelnen Jahr.

Die Dividendenrendite beträgt derzeit 6,61 %.

Fazit 3 M

Die 3 M Aktie ist für Langfristinvestoren und Dividendensammler aus meiner Sicht bestens geeignet, trotz offener Klagen.

Die Aktie ist bei 91,99 USD aus meiner Sicht unterbewertet.

Sie bleiben einfach cool, kassieren die Dividende und warten ab. Übrigens Warten und nichts tun ist das Schwierigste beim Investieren !

Haftungsausschluss

Die Value Investing Aktienanalyse ist natürlich keine Anlageberatung – ein Kauf einer Aktie ist folgerichtig Chefsache, nämlich ihre eigene Sache!

Auf wundervolle Investments

Marc

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